
Sulingen. Mit ihren plattdütschen Weltraum-Kinoabenteuern um den "Apparatspott" beamten sich die Sulinger Filmemoker gestern geradewegs auf die Bühne des Sulinger Theaters - wo auf sie der mit 5 000 Euro dotierte Kulturpreis 2004 des Landkreises Diepholz wartete. Ausgezeichnet hat der Kulturbeirat des Landkreises den im vergangenen Jahr uraufgeführten Film "De neie Apparatspott - Gerangel in Ruum un Tied". Es ist die zweite Parodie der Crew um Regisseur Martin Hermann auf die TV-Kultserie "Raumschiff Enterprise".
In seiner ebenfalls auf Platt gehaltenen Laudatio würdigte Festredner Manfred Scharfe, Leiter der niederdeutschen Redaktion beim Hörfunksender NDR I Radio Niedersachsen, die kreative Spontanität der heimischen Filmcrew. "Martin Hermann, Karlheinz Hespos, Detlef Klußmann, Dieter Köper, Ralf Vielhauer un Karsten Witte hebbt sik verdeent makt üm de Kultur un hebbt sik verdeent makt üm eern Heimat-Landkreis Diepholz", sagte Scharfe.
Besonderen Anklang beim Kulturbeirat fand die aus einer Bierlaune heraus entstandene Idee, Science-Fiction-Handlung und plattdeutsche Sprache miteinander zu verbinden. "Filme bewirken etwas", stellte dazu Landrat Gerd Stötzel fest, der den symbolischen Scheck nebst Urkunden gemeinsam mit Brigitte Haase vom Kulturbeirat überreichte. "Man sollte daher beispielhafte Filme in den Vordergrund rücken."
Das geschah an diesem Sonntag auf der Kinoleinwand im Theater. Die Zuschauer im voll besetzten Haus konnten bei Ausschnitten aus dem preisgekrönten Werk mit "Käpt’n Kork" und "Schrotty" eintauchen in die unendlichen Weiten des Weltraums, wohin böse "Plengonen" die gesamten Sulinger Biervorräte geschafft hatten. Die dritte Episode wird nun gespannt erwartet.