Erstes Planungstreffen - Kreiszeitung berichtet
Bericht vom ersten Planungstreffen "AP3" Martin Hermann und die Filmemoker geben den Startschuss: Erster Drehtag am 23. April
SULINGEN (sis) · "Kannst du reiten?" Es wird die zentrale Frage des Tages und die Antwort lautet in keinem der Fälle "Ja". Martin Hermann und die Filmemoker gaben am Sonnabend den Startschuss zum "Apparatspott III".
Die Sulinger Filmemacher hatten die Kandidaten für die Sprechrollen eingeladen. Nicht alle waren gekommen. Ähnliches Verhalten würde sich in Hollywood natürlich niemand leisten, aber soweit ist man ja noch nicht.
Teil III der Weltraum-Saga auf Platt kann beginnen. Dank der herausragenden Arbeit von "Mastermind" Martin Hermann, der als Tausendsassa die Idee hatte, das Drehbuch (mit Hilfe von Bruder Uwe) schrieb und die Storyboards für die schwierigen Szenen zeichnete.
Zusammen mit den anderen Filmemokern wurden mögliche Mitspieler getestet, über jeden ein Dossier zuammengestellt und überlegt, welche Rolle für die einzelnen Laiendarsteller wohl in Frage käme. Anreisewege, ach, die zählen nicht, ist die einhellige Meinung, auch wenn die Kilometerzahl im dreistelligen Bereich liegt. Allein die Tatsache, beim Projekt mitmachen zu dürfen, lässt die neuen Crew-Mitglieder anreisen. Jedoch: Nach einer Stunde kommen bei manchem Zweifel auf. Ralf Vielhauer von den Filmemokern hatte da 'was von langen Wartezeiten erzählt. Und Martin Hermann wiederholt darauf hingewiesen, dass das Projekt nicht in ein paar Wochen fertig sei: "Für den zweiten Teil von Apparatspott haben wir dreieinhalb Jahre gebraucht. Wenn also jemand nicht die ganze Zeit zum Projekt gehören kann oder will, sollte er es jetzt sagen." Auf eine so lange Zeit hatte sich keiner eingestellt.
Allerdings spricht Hermann aus Erfahrung: Gedreht wird selten chronologisch - auch in Hollywood nicht - und wenn zwischen den Szenen eine gewisse Zeit liegt, wäre die Arbeit umsonst gewesen, müssten Szenen neu gedreht werden. "Das ist ärgerlich", stellt Hermann klar. Denn: Das Projekt finanzieren die Filmemoker aus eigener Tasche. "Wir haben rund 80 000 Euro dafür eingeplant", sagt Vielhauer. Gage erhalten weder die Hauptdarsteller noch die Komparsen, noch jemand aus der Filmemoker-Crew: "Alle Einnahmen, etwa aus dem Verkauf von Fanartikeln oder den DVDs der ersten Teile werden sofort wieder investiert." Was besonders Detlef Klußmann freut. Nicht umsonst spielt er "Schrotty: Im Hintergrund versammelt und leitet er die Kulissenbauer.
Für den dritten Teil haben sich zahlreiche unterschiedlich begabte Menschen gemeldet, die mit ihren Fähigkeiten auch hinter den Kulissen zum Gelingen des Films beitragen möchten. Sie kommen in den Genuss der mittlerweile angeschafften neuen Kameras, Lichter, Schienen etc., dürfen schon beginnen, die Kulissen zu errichten. Denn am Sonnabend, 23. April, fällt im Sulinger Rathaus die erste Klappe.
Unter http://www.apparatspott.de wollen die Filmemoker über die Dreharbeiten berichten, aber der Inhalt von Teil III, der wird noch nicht verraten. Nur soviel: "Gedreht wird op Platt". Und so bleibt für manchen Laiendarsteller noch ein wenig Zeit, reiten zu lernen.
[11.04.2005]
Artikel der Kreiszeitung
13.04.2005-- 08:04:59 von: de modin